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Herbstnachtsgedanken

Alleine sitzt er dort. Tief in Gedanken sitzt er dort. Mit glasigen Augen, voller Tränen sitzt er dort.
Sein Blick wandert. Erst die Sterne erfassend, die hellblinkend den gesamten Himmel bedecken, dann wandernd zu den Hügeln, die sich in der Ferne auftürmen, mit Bäumen bewachsen. Sein Blick findet keine Ruhe. Er selber findet keine Ruhe.
Es ist still. Er kann nur den Wind hören, der leise die Blätter in der Nähe streichelt. Doch das kann er nicht beachten.
Seine Umgebung kann er nicht erfassen. Er schwebt. Zwischen Illusion und Realität, zwischen Erinnerung und Gegenwart. Es verschwimmt.
Der Nebel kriecht langsam die Hügel hoch, immer weiter, als wollte er sie verschlingen.
Im Schneidersitz sitzt er dort. Mitten auf einer Wiese, die sich auf der Höhe eines Hügels befindet. Sein Blick wandert, von den hellen Sternen, die klar zu sehen sind, zu den Hügelgipfeln um ihn her, zu dem Nebel und zurück zu den Sternen. Doch was er sieht ist etwas anderes.
Er sitzt dort und doch tut er es nicht. Sein Geist ist fern und doch tief in ihn eingekehrt. Seine Gedanken kreisen, doch immer nur um das, was sein Herz erfüllt. Noch immer erfüllt. Immer zu erfüllen droht.
Seine Tränen fließen. Langsam gleiten sie seine Wangen herab. Leise fallen sie in die Tiefe. In die endlose Tiefe.
So verharrt er dort. Er verharrt Stunden, er verharrt Nächte, er verharrt sein Leben. Die Hügel versinken im Nebel.



13.8.07 16:49
 


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